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Deutsches Staatstheater Temeswar

Carmen Lidia Vidu bringt „Tagebuch Rumänien” zum Deutschen Staatstheater Temeswar

15. Juni 2018

Das Deutsche Staatstheater Temeswar wird in der Spielzeit 2018/2019 ein besonderes Dokumentarprojekt unter der Spielleitung der Regisseurin Carmen Lidia Vidu aufführen. Die Premiere wird sich am 4. Oktober 2018, als eine Fortsetzung der Aufenthalte in Sankt Georgen und Constanţa, abspielen

Das Ereignis wiedergibt eine ehrliche Chronik sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Betrachtungsweisen der Gastgeberstädte, deren Auftrag darin besteht, aufrichtige und offene Antworten auf eine Reihe bedeutender Fragen aufzugreifen: Wie stark werden wir von unserem Standort beeinflusst und in welcher Hinsicht beeinflussen wir die zugehörige Gemeinschaft? Gilt das Theater noch als Stütze der Gesellschaft? Wie sieht das weniger touristische und weniger im Fernsehen übertragene Rumänien aus?

Dementsprechend nimmt das Projekt den Puls von 6 SchauspielerInnen rund um das Thema ihrer abstammenden Umgebung – die Stadt, das Theater, die Nachbarschaft, das Hochhaus, der Park, das Café – und untersucht in einer subtilen anthropologischen Art die Beziehung Künstler-Gemeinschaft. „Tagebuch. Rumänien” ist ein Dokumentartheaterprojekt, das mittels journalistisch- dokumentarisch belegtem Material, die Gemeinschaft aus den Blickwinkeln der dort wohnenden und agierenden Schauspieler unter die Lupe nimmt.

Carmen Lidia Vidu ist Regisseurin für Theater, Film und Events. Sie darf sich mit Recht die wichtigste Multimedia-Theaterregisseurin Rumäniens nennen und darüber hinaus ist sie die jüngste Regisseurin, die am Nationaltheater Bukarest inszeniert hat. Carmen Lidia Vidus Theaterinszenierungen verwenden eine besondere künstlerische Sprache, die über Mittel verfügt, Technik in authentischer Emotion umzuwandeln. Die Regisseurin vereint jedes Mal Künstler aus verschiedenen Bereichen, wie Livemusik, Video, Tanz, usw., um zur Gestaltung eines kollektiven Projekts beizutragen. Darüber hinaus führte sie Regie sowohl für Dokumentarfilme und Kurzfilme, als auch für Musikvideos (Zusammenarbeit mit den Bands Noblesse Oblige und Mes Quins). Sie erhielt den Gopo-Preis für den Film „Eine kurze Geschichte des Astra-Films”, aber auch zwei andere internationale Preise mit „ARAD. Mein virtuelles Tagebuch”. 2009 gewann sie den großen Preis in Ljubljana für die Aufführung [eine Station...], und 2015 verlieh ihr das Arader Bürgermeisteramt den Exzellenz-Preis für dramatische Kunst.

Im November 2017 wurden die zwei „Tagebuch. Rumänien” – Inszenierungen in Wien, auf der Bühne des Schauspielhauses, vorgezeigt und unerwartet begeisterte Reaktionen des Wiener Publikums und der Kritiker geweckt.

Über dieses Projekt meint Carmen Lidia Vidu: „Tagebuch Rumänien” ist ein langfristiges Projekt. Ich wünsche mir, durch Fotografie, Theater und Film so viele Städte wie möglichst landesweit einzubeziehen. Tagebuch Rumänien” ist ein multidisziplinäres Projekt, welches Elemente des Experimentalfilms mit der bildenden Kunst und dem Theater verknüpft. Das Projekt schlägt eine Perspektive Rumäniens aus dem Blickwinkel eines Landes voller Spannungen vor, ein Ort, an dem das Theater heute mehr denn je interne Kämpfe in einem sozial, politisch und kulturell geprägtem Alltag erlebt.


Jurnal de România.Constanța

Jurnal de România.Sfântu Gheorghe

Andrea Wolfer

Dramaturgin

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