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Deutsches Staatstheater Temeswar

Die wichtigste Multimedia-Theaterregisseurin inszeniert Tagebuch Rumänien. Temeswar am Deutschen Staatstheater

26. September 2018

Das Deutsche Staatstheater Temeswar hat die Ehre, Sie zur Premiere der Vorstellung
Tagebuch Rumänien. Temeswar, unter Spielleitung von Carmen Lidia Vidu, am Donnerstag, den
4. Oktober 2018, um 19,30 Uhr im Saal des DSTT einzuladen. Die Vorstellung schließt sich
einer Reihe an, die das Tagebuch Rumänien. Sf ântu Gheorghe und das Tagebuch Rumänien.
Constanţa (beide erfolgreich am Schauspielhaus in Wien aufgeführt), das Tagebuch Rumänien.
Muslimisches Tagebuch und Romanian Diary.Confessions of Faith umfasst. Es treten die
Schauspielerinnen Ida Jarcsek-Gaza, Tatiana Sessler-Toami, Daniela Török, Ioana Iacob,
Olga Török und Silvia Török auf.

Als Vorbereitung für die Premiere werden am 2., und am 3. Oktober auf der Bühne des
Deutschen Theaters auch die Vorstellungen aus Sfântu Gheorghe (Aufführung des "Andrei
Mureşanu"-Theaters Sfântu Gheorghe) und Constanța gezeigt (Aufführung des Staatstheaters
Constanţa). Der Eintritt ist frei. Diesen 3 Aufführungen werden von Fragen-Antworten-Runden
ergänzt, die von Iulia Popovici (Tagebuch Rumänien.Sfântu Gheorghe), Marian Popescu
(Tagebuch Rumänien. Constanța) und Marina Constantinescu (Tagebuch Rumänien. Temeswar)
moderiert werden.

Tagebuch Rumänien. Temeswar ist ein Montageprojekt, das Elemente des Films, der
Fotografie und des Theaters zusammenführt und mittels seines unzensierten und direkten,
aufgeschlossenenen Charakters, ein aufrichtiges Bild herzustellen versucht, das entscheidend von
der städtischen Umwelt geprägt ist - Temeswar, aber auch eine Aufforderung zur sozialen und
gesellschaftlichen Beteiligung darstellen soll.

Das Gesamtbild umfasst die Biografien 6 Schauspielerinnen, die sich damit
auseinandersetzen, in wie fern Eltern, Freunde und Unbekannte, aber auch die Stadt selbst, durch
ihre Viertel, ihre Bewohner und ihre Künstler zu unserer Bildung und Entfaltung beitragen – von
Nostalgie geprägten erste Erinnerungen bis zum heutigen Tag. Ihre intimen Einblicke beruhen
auf die Lebenserfahrungen der Schauspielerinnen, seien es glückliche oder schmerzvolle
Momente, Erfolg oder Misserfolg, Trauma und Depressionen, Entfremdung und Wiederfinden.
Darüber hinaus stellen die Bekenntnisse der sechs Schauspielerinnen die ungeschriebene
Geschichte Temeswars zusammen: die Kindheit zwischen vorgefertigten Wohnblöcken; die
geheime Generation des Schallplatten-Rocks; der industrielle Höhepunkt in Fabriken wie Guban,
Electrotitim, Spumotim; die massive Auswanderung nationaler Minderheiten und der Verlust der
multikulturellen Identität; die Verwirrung und Hoffnung der ersten Tage nach der Revolution von
1989; das Auftauchen der Schwarzhändler als Alternative für den westlichen Supermarkt, die
Embargo-Zeit und der Benzinschmuggel, die Punk- und Underground-Generation als Ausgleich
des postkommunistischen Übergangs, die Hoffnungen eines Beitritts und das Versprechen einer
blühenden Zukunft.

Carmen Lidia Vidu ist die bedeutendste Multimedia-Theaterregisseurin Rumäniens und
die jüngste Regisseurin, die auf der Bühne des Nationaltheaters in Bukarest inszeniert hat. In
ihren Produktionen bedient sie sich einer alternativen künstlerischen Sprache, die die Technik der
Experimentalmontage in puren Emotionen übersetzen lässt.
Den lokalen Umständen gegenüber offen und interessiert, schafft Carmen Lidia Vidu es,
durch ihre Aufführungen und Installationen, Themen der rumänischen Gesellschaft, jenseits ihres
unmittelbaren Schliffs, tiefgreifend anzugehen. Spezifisch für diese Art von Vorstellungen ist die
Initiative, die besten Künstler aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen: Live-Musik,
Video, Tanz, Theater usw., die zusammen arbeiten, um einzigartige Aufführungen in Rumänien
zu schaffen. Ihre Produktionen umfassen Dokumentar- und Kurzfilme, Videos für Bands wie
Noblesse Oblige und Mes Quins.

2009 gewann sie den großen Preis in Ljubljana für die Aufführung [eine Station...], und
2015 verlieh ihr das Arader Bürgermeisteramt den Exzellenz-Preis für dramatische Kunst. Im
selben Jahr erhielt sie den Gopo-Preis für den Film „Eine kurze Geschichte des Astra-Films” und
2017 wurde sie Multimedia-Leiterin des Internationalen George Enescu-Festivals ernannt, eines
der wichtigsten Veranstaltungen dieser Art aus ganz Europa.

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