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Deutsches Staatstheater Temeswar

Goethe_Lenau_Faust, Erkundung eines Mythos

eine Koproduktion mit der Badischen Landesbühne Bruchsal


GOETHE LENAU FAUST ist die Erkundung eines Mythos auf der Basis dreier Fausttexte, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Stoff beschäftigen.  Die Texte werden auseinandergenommen, komprimiert und zu einem neuen Ganzen zusammengefügt. Ergänzt durch Versatzstücke des weniger bekannten und gespielten zweiten Teil von Goethes Faust und des nahezu unbekannten und unbeachteten Faust Gedicht Lenaus, erhält Goethes "Faust. Der Tragödie Erster Teil" neue Tiefen und Bedeutungen. "Ungeahnte Dimensionen der Zerstörung, des Verfallenseins, der bösartigen Verführung und machiavellistischer Herrschsucht werden eröffnet".

In einer Zeit ohne Sicherheiten, einer Zeit der rapiden Veränderungen und Krisen lebt ein Faust, der keinen Sinn mehr in Dingen findet, die früher sein  Leben ausmachten. Alles um ihn scheint zusammengebrochen und verfallen zu sein. Da das Erlangen höheren Wissens für ihn nicht möglich scheint, verschreibt er sich  dem Teufel. Von Mephisto erhofft sich Faust, dass er ihn zu höherer Erkenntnis führen kann, doch dieser verführt ihn zunächst nur in amouröse Abenteuer. Zuerst stürzt er Gretchen ins Verderben, lernt aber daraus nicht.  Sein Schüler Wagner wird von ihm aus seinen Studien gerissen und skrupellos von ihm als Marionette missbraucht. Faust ist sich nun der Macht Mephistos bewusst und setzt diese gezielt für seine Belange ein. Am Kaiserhof führt  Faust kurzerhand Papiergeld ein,was unweigerlich zur Inflation und den Staat damit in den Ruin führen muss. Er läßt künstliche Menschen, Homunculi, erschaffen mit denen er sich skrupellos seine Kolonisationsträume erfüllen will. Faust glaubt nun alles, wonach er gestrebt hat, erreicht zu haben. Aber wie kann es für ihn weiter gehen?



Premiere: 1. Oktober 2009 19:30

Besetzung

Faust
René Laier

Mephistofeles
Alex Halka
Miriam Gronau

Wagner
Hannes Höchsmann

Margarete
Andrea Nistor

Marthe / Mephistofeles
Cornelia Heilmann

Valentin / Hubert / Kaiser / Philemon
Iosif Csorba

Hannchen/Baucis
Ramona Olasz

Chor: Miriam Gronau, Cornelia Heilmann, Andrea Nistor, Ramona Olasz, Iosif Csorba, Alex Halka

Inszenierung
Carsten Ramm

Bühnenbild
Carsten Ramm

Bühnenbild und Kostüme
Ines Unser

Musik und Einstudierung der Chöre
Hennes Holz

Dramaturgie
Cornelia Winkler
Nadine Schüller


Inspizienz
Cristian Stana
Laurence Rippel

Regieassistenz
Isolde Cobeţ
Giovanna Gilges

Pressestimmen

"Aus der Erkundung dieses Mythos, dem Auseinandernehmen und Werten von Goethes Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil sowie des fast unbeachteten episch-dramatischen Gedichts unseres Landsmanns Lenau wurde eine vielschichtige Bühnenfassung, mit neuen Tiefen und neuer Bedeutung. Die Kombination der beiden Aspekte lässt so nicht nur ein Gesamtbild der Menschheitsbelange sondern auch die Auslotung der Psyche des Individuums in seiner ganzen Zerrissenheit auf der Bühne entstehen. […] Es ist aber auch Poesie, die Geschichte von Liebe und Sehnsucht, Blendung und Verführung, die endlose Story der vielen Fehler der Menschheit."



Balthasar Waitz, in: Banater Zeitung, Temeswar

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